Beweggründe für meine (öffentlichen) Aktivitäten

Nach meiner Pensionierung habe ich Zeit gefunden, mich neben meinen (weiteren) Hobbys z.Bsp. Uhrenbautechnik auch um gesellschaftspolitische Belange zu kümmern.
Ich konnte dabei auf meine beruflichen Erfahrungen und Funktionen in Großbetrieben zurückgreifen und auch darauf aufbauen.
Unser neuer Lebensraum im Umfeld von Xanten am Niederrhein bot dazu vielerlei Ansatzpunkte die mich in den Bann zogen.

Meine Lebens-Devise war und ist:
"Wegsehen heißt, sich zu Komplicen machen!"

Belange, die geradezu mein aktives (politisches) Interesse weckten:

Einbringung in die örtliche Initiative gegen den Bau des rheinfernen Deiches in Xanten/Wesel im Jahre 1996. Seit dieser Zeit läßt mich das Thema Hochwasser- und Infrastrukturschutz nicht mehr los. Indem wir eine Bürgerinitiative gründeten die weiterhin unter dem Namen "HochWasserSchutz-Initiative und Infrastrukturschutz am Niederrhein (HWS)" aktiv ist. In nachfolgenden Kapiteln ist unser Einsatz für das Gemeinwesen dargestellt.

Aktueller Stand (Nov. 2017) der Initiative HWS:

HWS-Antrag zum BVWP 2030 Aktuelle Gesamtkonzeption eines integrierten Projekts zum Schutz kritischer Infrastrukturen in NRW im Grenzgebiet zu den westlichen Nachbarn. Einbeziehung der Folgelasten nach Beendigung der Braunkohlegewinnung im Rheinischen Revier. An BKin Merkel
Entscheidungen der Bundesregierung stehen noch aus (Stand 19.11.2017).

Dissertation von Dr. Lina Schröder, Der Rhein-(Maas-)Schelde-Kanal als geplante Infrastrukturzelle von 1946 bis 1986 mit dem Bezug zu unserem integriertem Projekt einer schiffbare Anbindung des Niederrheins an das Belgische Kanalnetz.

Im einzelnen der Reihe nach:
Aufnahme politischer Aktivitäten in Xanten. Eintritt in die "Freie Bürger-Initiative" (FBI) im Jahre 1999. Deren Vorsitzender ich 4 Jahre bis Okt. 2010 war. In dieser Amtszeit wurden wir ein eingetragener Verein und es fanden Kommunalwahlen statt (2009) die wir mit einem zukunftsgerichteten Wahlprogramm gestalteten. Wir sind weiterhin die 3.stärkste Fraktion im Stadtrat von Xanten.

Seit 2009 bin ich als "Sachkundiger Bürger der FBI" in Xanten für die Ausschüsse Umwelt & Planung und Wirtschaftsforum tätig. Mein besonderer Einsatz gilt der Attraktivitätssteigerung der Xantener Kernstadt und das Stadtmarketing. Das Wahlprogramm von 2009 trägt meine Handschrift: Wissen, wo was ist Antrag auf Kernstadtsanierung
Meine aktive Mitarbeit in der FBI-Fraktion habe ich Anfang 2014 bzw. 2015 aufgegeben.


Ebenfalls seit 2009 bin ich als "Sachkundiger Bürger" im Kreis Wesel für die Ausschüsse Umwelt & Planung, Zukunftsagenda und den Belangen zur Landesplanung für die VWG tätig. Der Schwerpunkt liegt u. a. bei den Aktivitäten zur Lebensraumsicherung bergbauinduzierter Gebiete vor Hochwasser- und Grundwassergefahren.
Seit 2014 bildet die VWG mit der FDP eine Fraktionsgemeinschaft. Die ich im Nov. 2014 verlassen habe.
Unabhängig von politischer "Enge" kann ich nun politisch-neutral unsere Themen öffentlich vertreten.

Weitere Schwerpunkte sind:

Hochwasserschutz bergbauinduzierter Regionen - Schutz und Vorsorge für kritische Infrastrukturen

Sicherung des Lebensraumes am linken Niederrhein

- Eine Verantwortung bzw. die Verpflichtung zur Hochwasservorsorge für 1,5 Mill. Bürger am Niederrhein in NRW ist gesetzlich nicht geregelt.
In Ermangelung einheitlicher Regie und Schutzprinzipien ist das Überschwemmungsrisiko größer denn je! Einen einheitlichen Schutzgrad gegen Hochwasser ist in NRW nicht gegeben und vermutlich "gewollt".

Vorsorge-Strategien mit Blick auf das Schadenspotenzial finden nicht statt.

- Seit 400.000 Jahren hat die Erdatmosphäre die höchste Kohlendioxid-Konzentration! Extreme Wetterereignisse sind bekanntlich die Folgen. (siehe "Wasserfragen-Klima")

- Die Prognosen zur Klimaänderung und die Studie von 2004 sagen katastrophale Wasserabflüsse von bis zu 18.000 m3/s für den Niederrhein voraus. Unsere Deiche schützen uns nur (!) vor einem Wasserabfluss von maximal 11.000 bis 14.500 m3/s.

- Am linken Niederrhein droht ein Sachschaden von mehr als 100 Mrd. Euro. Hintergrund- informationen gehen von 10.000 Flutopfern aus.
Unwidersprochene Pressemeldung von 2001Rheinische Post, Pressemeldung Die Aussage wurde öffentlich nicht weiter thematisiert!

- Unter einem natürlichen Überschwemmungsgebiet des Rheins wurde seit über 100 Jahren Bergbau betrieben. Hierdurch entstanden bis zu 20 Meter tiefe Bergsenkungsmulden (Krefeld bis Xanten) in einem bereits potenziellen Überflutungsgebiet des Niederrheins.
Werden bei einem extremeren Hochwasserereugnis als das von 1995 die Deiche in NRW nicht halten, dann wird sich ein See ausbilden der nicht abgepumpt oder gar austrocknen kann, da das betroffene Gebiet bereits (seit 100 Jahren) schon durch technische Grundwasserabsenkung trocken gehalten werden muss!
Eine natürliche Entwässerung aus dem Gelände zum Gewässer findet hier nicht mehr statt!

Fazit:
Mittlerweile gibt es 4 (vier) Dokumentationen/Studien über das Hochwasserrisiko am Niederrhein. Wenn die Studie von 2004 ein erneuter Stresstest war, dann geht kein Weg an einer Teilablenkung des Rheins -oberhalb der betroffenen Niederrheinmetropole, bei Neuss beginnend- Richtung Antwerpen- vorbei.
Wir folgen den hinstorischen Planspielen die in einer Dissertation der Universität Duisburg/Essen verdeutlicht wurde.
Daraus ableitend haben wir im Zusammenhang mit der Aktualisierung des Bundesverkehrswegeplan am 28.04.2016 einen Antrag "Schiffbare Anbindung des Niederrheins an das Belgische Kanalnetz" gem. WaStrAbG an das Bundesverkehrsministerium gestellt.
Derzeit wird im Bundestag die Entscheidung vorbereitet. Wir haben umfassende Informationen an die Ausschussmitglieder übersandt.


Weiter unter "Hochwasserschutz", "Vision", "Dokumentation" und "Gefährdete Gebiete

Lebensader Rheinachse
Vorkehrungen im Hinblick auf eine erhebliche Zunahme des Warenverkehrs in Nord- und Südrichtung (durch die Fertigstellung des Gotthardtunnels) sind nur unter geringster Belastung der Anlieger realisierbar.
Zu bevorzugen ist der Ausbau des Schiffsverkehrs.
Hierzu wurden bei der Rheinkonferenz 2011 von Prof. Dr. Scholl, ETH-Zürich Zusammenhänge und Anforderungen an die Rheinachse deutlich gemacht. Rheincharta

HWS-Sprecher Feldmann im Gespräch mit Prof. Dr. Berns Scholl, Wesseling

Sichtweise von Prof. Dr. Scholl

Transitweg Rheinschiene

Attraktivitätssteigerung durch Verschönerung und Sanierung der Xantener Kernstadt

Besonderes Augenmerk lege ich auf die Entwicklung der südlichen Kernstadt, auch als Kernstadt-Zugang.
Mit Unterstützung der Kaufmannschaft konnte ein diesbezüglicher Flyer im August 2009 veröffentlicht werden (Flyer Man trifft sich ...in Xanten - Wissen, wo was ist!).
Aktuell fehlt hier allerdings (noch) ein entsprechender Parkplatz für PKW am Rande der Südstadt, denn attraktive Straßen und Fassaden und davor stehende Autos passen nicht zusammen!
Derzeit (Ende 2011) wurden die Brück-, Ork- und Scharnstraße städtebaulich erneuert. Im kommenden Jahr folgt u.a. die Rheinstraße, die bis Ende 2012 abgeschlossen wird.

Ein weiteres Defizit sehe ich in einem nur mäßig ausgeprägten Stadtmarketing ebenfalls ist von einem "guten" Branchenmix in der Kernstadt nicht zu reden. Von der IGX sind wohl kaum entscheidende Impulse zu erwarten.
Hierzu sollten sich unabhängige und aufgeschlossenne Bürger engagieren. Info

Inwieweit sich die Dezentralisierung von Einrichtungen zur Versorgung der Bürger zu einer Attraktivitätssteigerung der Kernstadt beiträgt wird die Zukunft zeigen. Jedenfalls wird der Zulauf in die Kernstadt vermindert.
Welche Wirkungen die Ernennung zum Luftkurort haben werden, muss sich zeigen. Ansätze sind ausreichend da.

19.11.2017