Dokumentation - Xantener Uhrenstudio

Herstellung eines Uhrengehäuses
für ein französisches Religieuse-Pendel-Uhrwerk von 1700

2006 erstand ich bei einem hilfsbereiten Uhrenfreund aus Gendringen (NL) ein funktionstüchtiges Uhrwerk von einer
französischen RELIGIEUSE-Uhr aus der Zeit Louis des XIV/XV um ca. 1700.
Dass Teile fehlten ist nicht weiter von Bedeutung gewesen.

Rechte Bilder zeigen den Kaufzustand

Werk-Ursprung Werk Ursprung hinten Werk auf Original Uhrenschild
Planung Um maßstabsgerecht zeichnen zu können, sind gewisse Voraussetzungen unerlässlich. Plan Planung ist alles! Erst wenn die Vorstellungen auf dem Papier stehen, geht es weiter.
Ein rd. 300 Jahre altes Uhrwerk mit Spindel-Hemmung ist schon was besonderes. Ich studiere die Bauart, die Herstellungstechniken und die mechanischen Funktionen.
Offenes Werk
Offenes Werk Die Fertigungs-technik erlebt eine Blütezeit
Im großen Federgehäuse finde ich eine geschmiedete Feder. geöffnetes Federgehäuse
Heute sind Federn Walzer-zeugnisse
Hemmungsrad Ein Teil der Spindel-hemmung: Das Kronrad

Antike Uhrwerke/Uhren haben z. T. sehr lange Laufzeiten hinter sich. Die Erfahrung zeigt, dass erst dann ein Uhrwerk zum Fachmann gelangt, wenn die Uhr nicht mehr läuft.

Grund: mangelnde Wartung

Folge: Verschleiß der Triebe und Lager, Stillstand der Uhr

Reparatur der Platine Lager aufreibenVerschlissener Wellenzapfen Hier war die Lagerbohrung der Federwerke vergrößert. neue Lagerbüchsen werden eingesetzt und Lagerzapfen egalisiert, poliert.

Ein Zapfen war verschlissen. Mit einem Adapter wird hier das Problem behoben
Vergoldete Applikation
gefertigte Einzelteile Womit ich immer rechnen muss!
Finde ich Uhrwerke in vorzüglicher Qualität und Bauart fehlen i.d.R. Einzelteile.
So auch hierbei:
Nach antiken Vorbild fertige ich u.a. die Zeiger, das Pendel mit Kugel und Stellmutter (Gewinde M 1,4) an.
Ziffernring aus 5mm Messing mit eingelassenen römischen Zahlen, Hülsen etc..
Beschaffe Glocken in den NL.
feuervergoldete Seitenapplikation Hochwertige feuervergoldete Schmuck-elemente gehören zu meinem Teilesortiment.
ausgesägte Zeiger Aufzugsschluessel, Einzelanfertigung Doppelkopf feuervergoldet
Doppelkopf
Werkmontage Werkmontage Nachdem alle Uhrwerksteile überprüft und im Ultraschallbad gereinigt sind, geht es an den Zusammenbau des Uhrwerkes. Eine ruhige Hand, gutes Licht und Feingefühl ist selbst bei diesem (großem) Werk unerlässlich. Unachtsamkeit lässt sehr schnell ein Lagerzapfen abbrechen. Sind alle Zahnräder eingesetzt und die Platinen gesichert, folgt eine Laufkontrolle der Räder. Wenn bestanden, folgt der weitere Zusammenbau bis hin zur Schmierung der Lager mit Spezialöl.
Werkansicht Werkansicht

Uhrwerk mit Spindelhemmung und Fadenaufhängung (früheste Form einer Hemmung) Platine: 140 x 125 mm, Pfeilerhöhe 39 mm, Dicke 2,6 mm

Das Uhrwerk ist nun komplett

Werk mit neuen Glocken
Der Gehäusebau ist ein weiteres Segment meiner Aktivität. In diesem Falle geht das Studium von historischen RELIGIEUSE- Uhren voraus. Die Auswahl geeigneten Bau-Holzes (hier Mahagoni) und jeweils nicht in funierter Form, ist eines meiner Grundprinzipien für die Herstellung unikater Uhrengehäuse. Einzelteile werden zugeschnitten, bearbeitet und zusammengesetzt. Zwischendurch immer wieder der Probeeinbau des Uhrenschildes bzw. des Uhrwerkes. Eine Besonderheit ist der Einbau einer Schublade (zugänglich von der Rückseite) für den Aufzugsschlüssel. Gehäuse ohne Dach Gehäuse von hinten
Gehäuse Roh Für die Ausgestaltung des Uhrenkopfes auch eine Besonderheit: Eine "Höhle", die einen fein modellierten "doppelgesichtigen" Frauenkopf Raum bietet. Bogen ausarbeiten Schnitzarbeiten, hier, die Ausarbeitung der "Uhrenkopf-Höhle" gehören nun mal auch zu meinen Fertigkeiten
Lackierte Teile Nachdem das Gehäuse, die Türen, der Uhrenkopf und die Schublade feingeschliffen sind, erfolgte eine strapazierfeste Speziallackierung

Ein Lack mit den besten Erfahrungen und Empfehlung:

"Öl "Le Tonkinois" Im Internet: www.letonkinois.net

Deitail UhrenkopfSeitendetail Detail Einzelheiten, Uhrenschild und Seitenfenster mit schwarzem Samt bespannt. (wie bei antiken Originaluhren)

Ausgewogene Auswahl montierter antiker Applikationen in massiver, feingestalteter feuervergoldeter Bronze.

Keine(!) Abnutzungsspuren an der Vergoldung! Erstklassig!

ZiffernblattSeitenansicht

Eine einzigartige Uhren-Komposition für gehobene Ansprüche, wie das vor 300 Jahren auch schon war!

Ein Blickfang in einem anspruchsvollen Ambiente, die zudem die ZEIT auf die Minute genau anzeigt.

Rückseite bei geschlossener Glastür Seitenansicht  

Ausgewogene Auswahl montierter antiker Applikationen in massiver, feingestalteter feuervergoldeter Bronze.
Keine(!) Abnutzungsspuren an der Vergoldung! Erstklassig!

Bronzeapplikation, Feuervergoldet, antikes Original
Blick auf das Ziffernblatt

Zu guter letzt:
Für das unrestaurierte Uhrwerk habe ich 300 Euro bezahlt.
Für weiteres Material rd. 350 Euro.
Arbeitszeit insgesamt rd. 200 Stunden.

Diese "Exklusive Kaminuhr" können SIE erwerben!

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Abgedunkeltes Bild