Bedrohte Gebiete - bedrohte Infrastrukturen

Dreiländer-Risiko - Bedrohte (potenzielle) Überflutungsgebiete

Bearbeitungsstand: 08.09.2019

Infrastrukturen entstehen durch Bedürfnisse
Dr. Lina Schröder, Historikerin

Situation am Niederrhein - Alternative Hochwasserschutz-Strategien (Fazit)

Stand Jan. 2019
Niederrheinische Tiefebene unter Bergbaueinfluss
Handlungsaufforderung zum Lebensraumschutz
Pressebericht vom 20.08.2019

Infrastrukturschutz für Bergbaugebiete, Krisenprävention
 Hier: Zukunftssicherheit geht Jedermann an Link

Nur wer Risiken kennt, kann sie mindern!

Benelux-Strategie der Landesregierung Nordrhein-Westfalen, Stand 2013

Einleitung: Nordrhein-Westfalen bildet zusammen mit seinen Nachbarländern Niederlande, Bel-gien und Luxemburg eine hinsichtlich Wirtschaftskraft, Interaktionsdichte und kultureller Vielfalt einzigartige europäische Gesamtregion, in der 45 Millionen Menschen auf einer Fläche von gut 100.000 km2 leben und die ein Bruttoinlandsprodukt von fast 1,6 Billionen Euro im Jahr erwirtschaftet. Link

Handlungsfelder sind u.a.: (2) Verkehr, Infrastruktur und Logistik
(10) Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Unrealistisch?
Ein inszeniertes Deichbruchszenario und die Überflutung von besiedeltem Gebiet.
Eine Video-Präsentation ohne Kommentar!
Ein Modellprojekt im Miniformat gezeigt bei der Informationsveranstaltung am 30.09.2014
auf Einladung der Ev. Kirchengemeinde in Rheinberg-Orsoy
 

Erläuterungen zu den topographischen Karten, woraus sich kritische Infrastrukturen und hochwassergefährdete Gebiete ableiten lassen

Zu unterscheiden sind Flussgebietslandschaften, mit einem

a) natürlichen Überschwemmungsgebiet: Gebiete die wasserseitig, vor den Deichen liegen. Also keinen Hochwasserschutz haben.

b) potenziellen Überschwemmungsgebiet: Natürliches Überschwemmungsgebiet welches durch einen Deich etc. vor einem bestimmten Hochwasserabfluss geschützt ist.

c) potenziellen, bergbauinduziertem Überschwemmungsgebiet: Natürliches Überschwemmungsgebiet das durch bergbauliche Einwirkungen bis zu 20 Meter abgesenkt wurde. Und durch einen Deich etc. vor einem bestimmten Hochwasserabfluss geschützt ist.

Weitere Erläuterungen:
1. Das (persönliche) Höhenniveau geht aus der Legende hervor.
   Z. Bsp.: Die Höhenschicht "bis 40 m" bedeutet, dass die Geländehöhe sich zwischen über 35 bis einschl. 40   Meter ü. NN liegt.

2. Ihre persönliche "maximal potenzielle Überstauhöhe" bezieht sich auf die Bezugshöhe des Pegels.
   Z. Bsp.:
Pegel Köln = 49 Meter ü. NN abzüglich Ihrer Geländehöhe von Bsp. 35 Meter = 14 Meter.

3. Potenzielle Überstaugebiete werden durch Höhenlagen begrenzt. Das können auch Deichlinien sein, wenn sie im Lastfall bis zu ihrer Bauhöhe halten. Im versagensfall (durch Deichbruch oder Überströmung) entstehen Wasserabflusswege (rote Linien) hinter den Schutzwällen, die die blau-gefärbten Gebiete überströmen.
Bergbaubetroffene Gebiete droht die Dauervernässung!

Übersichtskarte von potenziellen Überschwemmungsgebieten am Niederrhein

Links zu den Kartenwerken gem. Pos.-Nr.:
1    Potenzielles Überflutungsgebiet Raum Köln bis Neuss bei Extremabfluss (HQE)
2  Potenzielles Überflutungsgebiet Raum Köln bis Neuss bei Bemessungsabfluss (HQ500)  
3    Potenzielles Überflutungsgebiet Raum Krefeld bis Duisburg bei Bemessungsabfluss (HQ500)
4    Potenzielles Überflutungsgebiet Raum Duisburg bis Rees bei Bemessungsabfluss (HQ500)
5   Potenzielles Überflutungsgebiet Übersicht Rheinberg bis Xanten, bergbaugeprägte Topographie
6    Topographie von Moers, einer bergbaugeprägten Stadt
7    Höhenschnitte von Moers-City und Repelen (Bezug zum Wasserspiegelniveau)
8    Topographie von der Stadt Rheinberg, natürlich geprägte Flussgebietslandschaft mit erheblichen   Bergbaueinwirkungen
9 a   Topographie von der Stadt Xanten, natürlich geprägte Flussgebietslandschaft mit aktuellen Bergbaueinwirkungen durch den  untertägigen Steinsalzabbau
10   Topographie Raum Kleve bis Rees, eine natürlich geprägte Niederrhein-Flußlandschaft   
11   Projektierte Deichringe am unteren Niederrhein (6. Hochwasserkonferenz in Rees am 30.10.2014)
12
 Topographie Neuss bis Venlo. Ehemaliges Gebiet des Napoleon-Nordkanals (veraltete HWS-Konzept-Grundlage)                                                                                                                                                                                       

Was die Niederrheinischen Metropolregionen bedroht:

Latente Gefahr von Extremabflüsse am Niederrhein und der Maas.
Großschadensereignisse schwächen nationale und internationale
Gesellschafts- und Wirtschaftspolitik.

Trotz Erkenntnisse und Richtlinien - Inkonsequente Politik - halbherzige Konzepte zur VORSORGE und      Schadensverhinderung (KRITIS) - Ökologie wichtiger als Ökonomie

Hochwasserschutzanlagen können niemals vor extremen Abflüssen schützen

Geländeabsenkungen durch untertägigen Bergbau, Grundwasserabsenkung, Abflusshemmnisse bei Starkregen, höheres Überschwemmungsrisiko

Folgen des Braunkohle-Tagebaus, Grundwasserabsenkung.
Nach dem Ende Grundwasseranstieg mit allen Folgen für den Großraum

Meereswasseranstieg durch Klimaänderung

 
HWS-Aktionen zum abgelehnten Antrag und der Petition:
 
Stand Okt. 2018
 
Argumentation - Dossier 


Unsere Projektvision   Was uns betrifft

Aktuelle Verwirklichung einer jahrhundertealten Strategie
Einläuten der 5. Periode

Was die Niederrhein- und Maasmetropole sichert und schützt:

Höhenlagen, die nicht überschwemmungsgefährdet sind

Gerinneentlastung/Teilstromableitung vom Niederrhein und Maas
zur nahen Nordsee

Anschluss des Niederrheins an das westeuropäische Wasserstraßennetz
von Belgien, Nord-Frankreich und der südl. Niederlande
Fehlender Wasserweg

Ziel:

Erhöhung gemeinsamer Sicherheit und wirtschaftliche Stärkung der Länder
mit der Ausrichtung auf künftige Einflüsse und Aufgaben!

 Infrastrukturpolitische Entwicklungschancen durch:
HWS-Antrag zum Bundesverkehrswegeplan 2030 vom 28.04.2016: 

"Schiffbare Anbindung des Niederrheins an das Belgische Kanalnetz"
Wasserwege im Rheinland - DER Weg nach Westen

Kurzbeschreibung unseres Antrages, Strategie

Daraus folgend am 28.10.2016: Petition an den Bundestag, Nachtrag

02.07.2018, Das Petitionsverfahren abzuschließen (basta)

 
Rapport der Bezirksregierung Düsseldorf vor dem Planungsausschuss des Regionalrates am 12.09.2013
Maßnahmenplan Organisation Finanzierung
Link zum Vortrag zum Stand der Deichsanierung

 
Geschichte: Ein alter Hut? - oder, heute wichtiger denn je?
Konzeption des Nordkanals (historischer Text)
Link
Dissertation Rhein-Maas-Schelde 1920
Chronik Schelde-Maas-Rhein von Dr. Lina Schröder UNI DU-Essen
Dürener Zeitung 1950
Kölnische Rundschau 1956
Anbindungsbemühungen des Rhein-Maas-Gebiets an die Nordsee
mittels der Flüsse Rhein, Maas und Schelde


Annäherung an ein Dissertationsthema - Von Dr. Lina Schröder (Uni Du-Essen)
 

 
Seehafenvergleich RWTH-Aachen 2000

 
Wasserstraßen-, Hafen- und Logistikkonzept (Link)
des Landes Nordrhein-Westfalen (Stand 2016)

Ansätze im Zusammenhang mit unseren Antrag zum Bundesverkehrswegeplan 2030:

Handlungsfeld-09:    Seehafen-Hinterlandverkehre besser anbinden
Handlungsfeld-14: Europäische Wasserstraßennetze, Wasserstraßeninfrastruktur. „Der Austausch mit den Niederlanden und Belgien zur Stärkung des Systems Wasser wird fortgesetzt.“
Handlungsfeld-16:    Kooperation mit den Seehäfen
Handlungsfeld-24:    Abgestimmter Auftritt interessierter Bundesländer gegenüber dem Bund
Handlungsfeld-28:    Hochwasserschutz
 

 

Ergebnisbericht 2006: Link
Eiserner Rhein Eisenbahnverbindung und Nordrhein-Westfalen

HWS-VWG-Konzept von 2011: Hochwasserschutz und Logistik Link

Ist die Bahntrasse "Eisernen Rhein" alternativlos? HWS 2015 Link
(ist z.T. überholt! Der Eiserne Rhein ist Fakt)

Schreiben an Mandats- und Amtsträger vom 29.12.2015
Kopie

HWS-Vorschlag der Streckenführung Folie, Kanalstrecken-Vorschläge von 1920

Behördenmeinungen: MBWSV-NRW

Leserbriefe/Bürgermeinungen/Presse: LB: Wasserweg Eisener Rhein, aus Viersen Okt. 2014 NRZ-Bericht vom 07.01.16: Größte Schleuse der Welt in Antwerpen - Wille zur Schiffbarkeit nach NRW durch NL und D bockiert ???

Letzte Meldung: Der "Eiserne Rhein" wird nicht im aktualisiertem Bundesverkehrswegeplan aufgenommen! Richtig so!

 

 

 
Teil-Thema Hochwasserschutz
Dezember 2014: Pressevorlage, unser Standpunkt
G
efahren für den linksrheinischen Raum werden durch das
Nationale Hochwasserschutzprogramm (NHWSP) nicht gebannt!


Positionspapier 2013
der HochWasserSchutz-Initiative am Niederrhein (HWS)

 
Rheinverlauf

 

Aktuell: Sachstandsbericht des Umweltministeriums NRW über den
Sanierungsüberhang beim Deichbau (Stand 14.06.2012) Zwischenbericht zum Hochwasserschutzkonzept NRW bis 2015

Übersicht betroffener Einwohner beim Extremabfluss

Schadenspotenzial, eine vernachlässigte Größe

Vorsorge-Strategien mit Blick auf das Schadenspotenzial finden nicht statt.

Überschwemmungsgefährdete Gebiete zeugen von Kritischen Infrastrukturen

 

 
Wie sich die Landesregierung NRW positioniertt/td>
UmUmweltministerium NRW:
Zwischenbericht zum Hochwasserschutzkonzept NRW 2006 bis 2015 vom 14.06.2012 (Beleg für den Sanierungsstau)
Zwischenbericht zum Hochwasserschutzkonzept NRW bis 2015

Umweltministerium NRW:
Mit dem Wasser leben - Hochwasserschutz in NRW

Link
29.11.2007 von B90/G: Klimawandel und Hochwasserschutz I: Wie muss der Hochwasserschutz des Rheins angepasst werden? Anfrage, Antwort der Landesregierung vom 10.01.2008
29.11.2007 von B90/G: Klimawandel und Hochwasserschutz II: Wie muss der Hochwasserschutz des Rheins angepasst werden? Anfrage, Antwort der Landesregierung vom 10.01.2008
Schadenspotenziale und Risikogebiete am Niederrhein
Datenvergleich Niederrhein- zu Elbe-Gebiete
Auszug aus
„Wirksame Maßnahme zur Hochwassergefahrenminderung am Niederrhein“

Quelle: Antwortschreiben vom MUNLV-NRW Az: IV-10-4290 vom 22. Dez. 2005, Seite 4

Anders sieht es bei Abflüssen zwischen 13.000 m3/s und 15.500 m3/s (BHQ) oberhalb von Krefeld aus.
Am südlichen Niederrhein käme es zuerst im Großraum Köln/Bonn bis ca. Düsseldorf/Dormagen zu Überflutungen, mit zunehmender Höhe der Hochwasserscheitel auch im mittleren Teil etwa bis zur Einmündung der Ruhr.


Um in diesem Bereich Überflutungen auszuschließen, müssten Schutzanlagen von etwa 200 km Länge um durchschnittlich mind. 1 m erhöht werden. Solche technischen Maßnahmen verbieten sich gerade am südlichen Niederrhein und zwar sowohl aus finanziellen als auch aus ökologischen und sozialen Gründen. Sie würden z. B. in Bonn und Köln nicht akzeptiert und wegen der dicht an den Fluss herangerückten Bebauung die Grenzen des technisch Machbaren überschreiten.
Deshalb werden die Ergebnisse der Studie 
nicht  zu generellen Erhöhungen der Schutzanlagen und Deiche führen.“

Bezirksregierung Düsseldorf vom 01.08.2007:

"Ein gezielter Hochwasseraktionsplan für den Niederrhein ist nicht erforderlich! "

Bezirksregierung Düsseldorf vom 17. August 2005:

Betrifft: Raum für den Fluss (Auszug)
Stellungnahme zum Entwurf des niederländischen Entwicklungsleitplanes „Ruimte voor de rivier“

"Die Annahme eines Abflusses von 18 000 m³/s am Pegel Lobith ist derzeit unter Berücksichtigung der Aussagen in der gemeinsamen Studie „Grenzüberschreitende Auswirkungen von extremem
Hochwasser am Niederrhein“ vom Juli 2004 nicht nachvollziehbar.

Ein derartiger Spitzenabfluss würde auch in absehbarer Zeit nicht auftreten können, da es zuvor am Ober-und Niederrhein zu Deichüberströmungen käme."

 

Wassergefährdungsklassen

Spitzenabflüsse am Niederrhein

Kritische Abflüsse
Hilfsgrafik zur Ermittlung der potenziellen Überflutungshöhe

Überschwemmungspotenzial Borth-Ork, Höhenprofil