Bergbau linksrheinisch, ewiges Risiko für Bewohner
und Kritische Infrastruktur

Bergbaugebiete in der Rheinischen Bucht

Ausgangslage
An keinem anderen Flußgebiet in Europa wurde unter einem mächtigen Strom und unter potenziellen Überflutungsgebieten untertägiger Bergbau betrieben.

Mit der Folge, dass das ursprüngliche Flußbett des Niederrheins, die Geländeoberfläche potenziell besiedelter Überflutungsgebiete und auch bislang sichere Gebiete bis zu 15 Meter durch die Gewinnung von Steinkohle und Steinsalz abgesenkt wurde.

Folgen für den Lebensraum
Diese künstlich geschaffene uneinheitliche Geländestruktur bringt im Fall einer Überflutung extreme existenzielle Probleme mit sich.
Einmal werden die Senkungsmulden, die tiefer als das Rheinniveau liegen, auf natürliche Weise kaum mehr trocken laufen. Auch nicht mit erheblichen technischen Aufwand!
Und eine Flucht vor Hochwasser -weg vom Fluss- eine einmalig bestehende existenzielle Problematik geschaffen hatte.
Was bei einer natürlichen Flußgebietslandschaft ( z. Bsp. der Kölner Raum, an der Elbe etc.) nicht der Fall ist.

Künstlicher Lebensraumerhalt für Bewohner
Bereits in den Jahren ab ca. 1913 mussten Maßnahmen zur Grundwasserabsenkung für Siedlungsgebiete im Raum Moers/Kamp-Lintfort durchgeführt werden da das natürlich anstehende Grundwasserniveau weite abgesenkte Gebiete überdeckte.
Diese Grundwasserabenkungsmaßnahmen überdecken großflächig die Bergbaugebiete. Solange dieses Gebiet besiedelt ist, müssen diese kostenträchtigen Maßnahmen fortgeführt werden! Die LINEG plant (folgenreiche) Änderungsmaßnahmen. Presse: Bergbaubedingte Grundwasserabsenkungsmaßnahmen sollen überprüft werden. Werden derzeit die LINEG-Maßnahmen übertrieben?

Hydrologische Folgen des Bergbaus unter dem Rhein
Mit der Geländeabsenkung durfte -wegen des Fließgefälles und Sicherheit der Berufs-Schifffahrt auf der Bundeswasserstraße- keine Veränderung am Flussbett stattfinden. Folge: Man hat das Flussbett wiederholt aufgefüllt. Mit der Folge, dass Deiche bis zu 15 Meter hoch gebaut werden mussten.

Ausblick
Der Steinkohlenabbau am linken Niederrhein läuft Ende 2012 aus. Der Salzbergbau geht linksrheinisch ungehindert Richtung Xanten/Kalkar weiter, allerdings nicht mehr direkt unter dem Rheinstrom.

Kommentar von Fachleuten
In einem Deutschlandfunk-Bericht kamen Fachleute zu Wort wie die künftigen Auswirkungen des Bergbaus zu sehen sind.
Ein interesssanter Bericht: Deutschlandfunk-Bericht Bergbaufolgen Lesenswert!


Bergbaugebiete am linken Niederrhein

Potenzielles Überflutungsgebiet im Bergbauraum

Folgen der Bergbautätigkeit am Niederrhein

Begegnung von Bergbaufolgen durch Grundwasserabsenkungsmaßnahmen,

Was beschert uns die Braunkohle noch?

Auswirkungen der Grundwasserhaltung im Rheinischen
Braunkohlenrevier auf die Topographie und die
Grundwasserstände, sowie daraus resultierende
Konsequenzen für Bebauung, landwirtschaftliche Flächen,
Infrastruktur und Umwelt

Gutachten Krupp - Hintergrundpapier NRW - Folgen Braunkohletagebau

 

Übersicht über das Rheinische Braunkohlerevier

30.11.2015