Klima
ist kein
Wetter
Aus Wissenschaft und Forschung
IPCC + KLIWAS
Lebensraum

Aussage seriöser Institute:
"Der KLIMAWANDEL ist nicht mehr aufzuhalten, er ist (bereits) im vollen Gange!"

Fazit: Den Klimawandel mit seinen Folgen akzeptieren!
> Die Bevölkerung wird sich gezwungenermaßen darauf einzustellen haben.
> Schutzmechanismen sind zu entwickeln und Vorsorge ist zu betreiben.
> Es gilt im eigenen Interesse und zum Fortbestand der Gesellschaften anpassend zu handeln.
> Teilweise praktizierter Aktionismus kann den KLIMAWANDEL nicht aufhalten!

Klimawandel, Rückkopplungsefekte

Synthesebericht des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen

Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen (UN-Gremium)

IPCC: Intergovernmental Panel on Climate Change 2007, Synthesis Report
ISBN 92-9169-122-4
Deutsche Übersetzung (7,6 MB)

Anmerkungen aus dem Hause MARUM, Uni Bremen:

Auf unsere Fragen nach Prognosen hinsichtlich Klimawandel wird ausgeführt:

"Was Prognosen angeht ist sicher der IPCC-Bericht die Quelle der Wahl.
Die Prognosen beziehen sich darin jedoch zunächst immer auf die Temperatur. Wenn auch der Zusammenhang mit dem Meeresspiegel für die Vergangenheit klar herausgestellt wird so weisen die Autoren jedoch darauf hin:
Da das Verständnis einiger wichtiger Effekte, die den
Meeresspiegelanstieg beeinflussen, zu begrenzt ist, schätzt dieser Bericht weder die Wahrscheinlichkeit ab, noch liefert er einen besten Schätzwert oder eine Obergrenze für den Meeresspiegelanstieg."

Nachfolgend einige Auszüge aus dem IPCC


Entwicklungstendenz 1850-2000: Temperatur, Meerwasserspiegel und Schneebedeckung

Abbildung SPM.1. Beobachtete Änderungen (a) der mittleren globalen Erdoberfl ächentemperatur; (b) des mittleren globalen Meeresspiegels
aus Pegelmessungen (blau) und Satellitendaten (rot) und (c) der nordhemisphärischen Schneebedeckung im März und April.
Alle Abweichungen beziehen sich auf die entsprechenden Mittelwerte des Zeitraums 1961–1990. Die geglätteten Kurven repräsentieren
die über ein Jahrzehnt gemittelten Werte, während Kreise die Jahreswerte darstellen. Die schattierten Flächen zeigen die geschätzten
Unsicherheitsbereiche aufgrund einer umfangreichen Analyse bekannter Unsicherheiten (a und b) und aus den Zeitreihen (c). {Abbildung
1.1}

Beobachtungen5 von allen Kontinenten und den
meisten Ozeanen zeigen, dass zahlreiche natürliche
Systeme von regionalen Klimaänderungen –
vor allem


Globale Temperaturänderung 1900 - 2000
Abbildung SPM.4. Vergleich der beobachteten Änderungen der Erdoberfl ächentemperatur auf kontinentaler und globaler Skala mit den von Klimamodellen auf Grund entweder natürlicher oder sowohl natürlicher als auch anthropogener Antriebe berechneten Resultaten.
Die 10-Jahrzehnt-Mittel der Beobachtungen sind für den Zeitraum 1906–2005 (schwarze Linie) im Zentrum des Jahrzehnts und relativ zum entsprechenden Mittel von 1901–1950 eingezeichnet. Die Linien sind gestrichelt, wenn die räumliche Abdeckung weniger als 50% beträgt. Blau schattierte Bänder zeigen die 5-95%-Bandbreite für 19 Simulationen von 5 Klimamodellen, welche nur die natürlichen Antriebe durch Sonnenaktivität und Vulkane berücksichtigen. Rot schattierte Bänder zeigen die 5–95%-Bandbreite für 58 Simulationen von 14 Klimamodellen unter Verwendung sowohl der natürlichen als auch der anthropogenen Antriebe. {Abbildung 2.5}

THG-Emissionen von 2000 - 2100
Abbildung SPM.5. Linke Tafel: Weltweite THG-Emissionen (in CO2-Äq.) ohne Klimaschutzmaßnahmen: sechs beispielhafte SRESMusterszenarien (farbige Linien) und der 80. Perzentilbereich neuerer post-SRES-Referenzszenarien (grau schattierter Bereich). Gestrichelte Linien zeigen die gesamte Bandbreite der post-SRES-Szenarien. Die Emissionen beinhalten CO2, CH4, N2O und F-Gase.
Rechte Tafel: Die durchgezogenen Linien sind globale Multimodell-Mittel der Erwärmung an der Erdoberfl äche für die SRES-Szenarien A2, A1B und B1, dargestellt als Fortsetzungen der Simulationen für das 20. Jahrhundert. Diese Projektionen rechnen auch Emissionen kurzlebiger THG und Aerosole mit ein. Die rosafarbene Linie steht nicht für ein Szenario, sondern für AOGCM-Simulationen, in denen die Konzentrationen konstant auf Jahr-2000-Werten gehalten wurden. Die Balken rechts von der Abbildung zeigen die besten Schätzwerte (durchgezogene Linie innerhalb jedes Balkens) und die wahrscheinliche Bandbreite, die für die sechs SRES-Musterszenarien für 2090-2099 abgeschätzt wurde. Alle Temperaturen sind relativ zum Zeitraum 1980-1999. {Abbildungen 3.1 & 3.2}

Projektion der Oberflächenerwärmung für das späte 21. Jh.

Abbildung SPM.6.
Projizierte Änderungen der Erdoberflächentemperatur für das späte 21. Jahrhundert (2090-2099).

Die Karte zeigt
ein Mittel aus mehreren AOGCM-Projektionen für das A1B SRES-Szenario.
Alle Temperaturen sind relativ zum Zeitraum 1980-1999.
{Abbildung 3.2}


Auswirkungen in Abhängigkeit von der globalen Erdoberflächenerwärmung
Abbildung SPM.7. Beispiele für Auswirkungen in Verbindung mit projizierten Anstiegen der mittleren globalen Erdoberfl ächentemperatur.
Obere Tafel: Illustrative Beispiele für projizierte globale Auswirkungen von Klimaänderungen (und, falls relevant, von Meeresspiegel und atmosphärischem Kohlendioxid), in Verbindung mit Anstiegen der mittleren globalen Erdoberfl ächentemperatur unterschiedlichen Ausmaßes im 21. Jahrhundert. Die schwarzen Linien verbinden die Auswirkungen untereinander, die gestrichelten Pfeile zeigen die bei steigender Temperatur weiter ansteigenden Auswirkungen. Die Einträge sind so platziert, dass die linke Seite des Textes den ungefähren Beginn einer Auswirkung angibt. Mengenmäßige Einträge bezüglich Wasserknappheit und Überschwemmungen stellen zusätzliche Auswirkungen der Klimaänderung dar, und zwar in Bezug auf die über die Bandbreite der SRES-Szenarien A1F1, A2, B1 und B2 projizierten Bedingungen. Maßnahmen zur Anpassung an die Klimaänderung sind in diesen Abschätzungen nicht enthalten. Für alle Aussagen besteht ein hohes Vertrauensniveau. Untere Tafel: Punkte und Balken geben den besten Schätzwert und die wahrscheinlichen Bandbreiten
der Erwärmung an, die für die sechs SRES-Musterszenarien für den Zeitraum 2090-2099 gegenüber 1980-1999 abgeschätzt
wurden. {Abbildung 3.6}

Auswirkungen des Klimawandels für Europa
Anmerkung:
Falls nicht ausdrücklich angegeben, stammen alle Einträge aus dem Text der Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger der WGII und sind Aussagen mit entweder sehr hohem oder hohem Vertrauen, die unterschiedliche
Sektoren widerspiegeln (Landwirtschaft, Ökosysteme, Wasser, Küsten, Gesundheit, Industrie und Siedlungen). Die Quelle
für die Aussagen, Zeitangaben und Temperaturen ist in der WGII-SPM angegeben. Das Ausmaß und der Zeitpunkt
von im Endeffekt auftretenden Auswirkungen wird vom Ausmaß und der Geschwindigkeit des Klimawandels, den
Emissionsszenarien, den Entwicklungspfaden und der Anpassung abhängen.

Auswirkungen auf Teilaspekte durch den Klimawandel
Anmerkungen:
a) Bezüglich Definitionen siehe Tabelle 3.7 im Vierten Sachstandsbericht der Arbeitsgruppe I
b) Erwärmung der extremsten Tage und Nächte jedes Jahres
c) Extrem hohe Meeresspiegel hängen vom mittleren Meeresspiegel und den regionalen Wettersystemen ab. Sie sind hier definiert als das höchste 1% der stündlichen an einer Station beobachteten Meeresspiegel für einen bestimmten Bezugszeitraum.
d) Der projizierte mittlere globale Meeresspiegel für 2100 liegt in allen Szenarien höher als im Bezugszeitraum. Die Auswirkungen von Veränderungen der regionalen Wettersysteme auf extreme Meeresspiegel wurden nicht untersucht.

Reaktionsmöglichkeiten auf den Klimawandel

Schema über die Auswirkungen des Klimawandels und Reaktionen darauf

 

Tagungsband KLIWAS, 2. Statuskonferenz

KLIWAS


Auswirkungen des Klimawandels auf Wasserstraßen und Schifffahrt in Deutschland (Tagungsband)
Hier: Statuskonferenz am 25. und 26. Oktober 2011, BMVBS, Berlin

 

Mit freundlicher Unterstützung vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung - Referat WS 14 - Robert-Schuman-Platz 1, 53175 Bonn,
geben wir eine Kurzfassung aus dem Tagungsband der 2. Statuskonferenz wieder.

Link: http://www.kliwas.de/cln_031/nn_843726/KLIWAS/DE/Service/Downloads/Publikationen/tagungsband__oktober__2011__
berlin,templateId=raw,property=publication File.pdf /tagungsband_oktober_2011_berlin.pdf

"Kurzfassung (Seite 25)
Vor kurzem hat ein niederländisches staatliches Komitee (auch bekannt als das 2. Delta-Komitee) weitreichende Empfehlungen darüber ausgesprochen, wie die niederländische Sturmflut-/Hoch-wassersicherheit über das nächste Jahrhundert und darüber hinaus aufrechterhalten werden sollte, vor dem Hintergrund der Tatsache, dass ein möglicher Klimawechsel zu einem schnelleren Anstieg des Meeresspiegels und erhöhten Abflüssen führen könnte.
In diesem Beitrag werden die Empfehlungen des Komitees mit Bezug auf Impulse aus nationalen und internationalen Debatten vorgestellt und erläutert.
Die Empfehlungen des Komitees beruhen auf der Notwendigkeit, die Sicherheitsstandards unter Berücksichtigung von Wirtschaftswachstum und Gruppenunfallsrisiko zu erhöhen.
Das Komitee unterstützte die grundlegende Prämisse des 1. Delta-Komitees (1953), dass die Risikoanalyse die Grundlage dafür ist.
Die wichtigste Schlussfolgerung besteht darin, dass der Schutz der Niederlande, wo zwei Drittel des wirtschaftlichen Wertes und die Hälfte der Bevölkerung unterhalb der Meeresspiegelhöhe angesiedelt sind, sowohl technisch als auch wirtschaftlich machbar ist.
Eine derartige Vorgehensweise könnte auch für andere tief gelegene Gebiete nützliche Elemente enthalten.

Empfehlung 9: Das Gebiet der größten Flüsse (Seite 29)
Bis 2050:
Die Programme Room for the River (siehe Abb. 5) und Maaswerken (Maasarbeiten) müssen unverzüglich durchgeführt werden. Vorbehaltlich einer Kosteneffizienz müssen bereits jetzt Maßnahmen zur Bewältigung von Abflüssen von 18.000 m³/s von Rhein und 4.600 m³/s von der Maas getroffen werden.
In diesem Zusammenhang wird es notwendig sein, Verhandlungen mit Nachbarstaaten unter der Europäische Richtlinie über die Bewertung und das Management von Hochwasserrisiken zu führen, um die Maßnahmen zu harmonisieren. Außerdem muss Platz reserviert und, wenn nötig, Land erworben werden, damit es für das Flusssystem  möglich wird, sichere Abflüsse für 18.000 m3/s Rheinwasser und 4.600 m3/s Maaswasser zu schaffen.
2050 – 2100:
Abschluss der Maßnahmen zur Bewältigung von Abflüssen des Rheins von 18.000 m3/s und der Maas von 4.600 m3/s."


Niederschlags- und Abflussszenarien im Jahresverlauf am Standort Köln
"Mittlerer monatlicher Abfluss am Pegel Köln für drei Zeitscheiben. Die Hüllkurven umspannen die durch die einzelnen Projektionen abgedeckte Bandbreite. Je Simulation wurden monatliche Änderungssignale [%] ermittelt und mit dem Referenzlauf verrechnet."

Abflusstendenzen an verschiedenen Pegeln am Rhein

Seite 62:

" Szenarienkorridore für Mittel- und Niedrigwasserkennwerte (MQ und NM7Q) an ausgewählten Pegeln im Rheineinzugsgebiet basierend auf einem Ensemble von 20 (2021-2050) bzw. 17 (2071-2100) Projektionen.

Eine blaue Färbung verweist auf eine mehrheitlich (~80%) zunehmende Tendenz der Projektionen;

eine orange Färbung auf eine mehrheitlilch abnehmende Tendenz;

eine graue Färbung zeigt ein uneinheitliches Änderungssignal der Projektionen an
(vgl. Nilson et al., 2010c; de Keizer et al, 2010)."


Projektion von div. Abfluss-Szenarien von 1975 bis ca. 2080 am Pegel Köln

"Beispiel Rhein:
Änderung des Gebietsniederschlags bis zum Pegel Köln [ %] im
Vergleich zu 1961 – 1990.
Grundlage: Regionale Klimasimulationen, 21 Projektionen"

Die KLIWAS-Ergebnisse zum Rhein zeigen: Veränderungen der Abflussverhältnisse bleiben in den nächsten Jahrzehnten moderat. Es besteht genügend Zeit, sich fundiert und angemessen auf veränderte Abflussverhältnisse einzustellen.

• Die Abflüsse des Rheins werden künftig stärker durch Regen und weniger durch Schnee-schmelze beeinflusst werden, so dass aufgrund der fehlenden Speicherwirkung durch den Schnee die winterlichen Abflüsse deutlich zunehmen werden.

• Für die sommerlichen Abflüsse zeichnet sich für die nahe Zukunft (bis 2050) kein klarer Trend ab, die unterschiedlichen Modellberechnungen reichen von moderaten Zunahmen bis zu moderaten
Abnahmen (+ / – 10 Prozent). Für die ferne Zukunft (bis 2100) sind Abflussabnahmen um bis zu 30 Prozent möglich.

• Das veränderte Abflussregime wird in den nächsten Jahrzehnten voraussichtlich noch zu keinen deutlich veränderten Prozessen im Flussbett führen, bis 2100 muss jedoch mit einer geänderten
Dynamik der Flusssohle gerechnet werden.

• Ein zunehmender Feinsedimenteintrag aus den Alpen in den Rhein ist wahrscheinlich. Für die Nebenflüsse Main, Mosel und Neckar ist derzeit keine klimabedingte Änderung der einsedimentfrachten erkennbar.

• Welchen Einfluss veränderte Abflüsse und veränderte Wassertemperaturen auf die Schadstofffracht, die Gewässergüte und auf die Algenentwicklung im Rhein haben werden, wird in KLIWAS bis Ende 2013 untersucht werden.

• KLIWAS befasst sich vorsorglich bereits mit ersten Überlegungen, welche Anpassungs-maßnahmen den absehbaren Betroffenheiten wirksam entgegenwirken können. Dabei werden derzeit modellhaft betriebliche Steuerungsmethoden (z. B. Einsatz bevorzugter Schiffsgrößen, Modifikationen in der Logistikkette, optimierte Ausnutzung von Fahrrinnen) weiter entwickelt, um mögliche verkehrliche Beeinträchtigungen durch vermehrte klimabedingte
Niedrigwasserperioden auch ohne aufwändige bauliche oder wasserwirtschaftliche Maßnahmen vermeiden zu können."


Unsere Anmerkungen: (in Arbeit)

Im Zusammenhang mit der unter KLIWAS bis zum Jahre 2100 gezeigten Blickrichtung vermissen wir logistische Zusammenhänge und Aufgaben zur Bewältigung der sich abzeichnenden Warenströme längs der Rheinschiene in Nord-Süd-Richtung nach Fertigstellung des Gotthardtunnels ca. 2025.

Hierzu verweisen wir auf unser KONZEPT unter "Hochwasserschutz, Vision"