⚖️ BÜRGERENGAGEMENT

Bürger-Engagement & Politik-Analysen, Chronik

Analysen & Erkenntnisse zum Lebensraum, Bergbau & Vorsorge, Sicherheit, Klimaanpassung & LINEG.

Wissen schafft Bewusstsein – und Wissen kann schützen

Wie sicher ist eigentlich der Lebensraum, in dem wir wohnen? Was wissen wir über die natürlichen und vom Menschen veränderten Bedingungen, die unsere Sicherheit, unsere Familie und unser Eigentum beeinflussen?

Vieles erscheint uns selbstverständlich, solange nichts geschieht. Doch manches, was wir für sicher halten, verdient einen genaueren Blick.

Diese Website lädt dazu ein, anhand von Bildern, Erläuterungen und Dokumenten Zusammenhänge zu entdecken, Bekanntes neu zu betrachten und bisher wenig beachtete Risiken besser zu verstehen.

Denn wer mehr weiß, kann besser einschätzen, worauf es für seine eigene Sicherheit ankommt.

Wer etwas bewegen will, muss sich einmischen –

sachlich, beharrlich und mit Verantwortung für das Gemeinwohl.

Bürgerinitiativen & Medien – Verantwortung sichtbar machen

Ausgangspunkt: Warum Bürgerinitiativen entstehen

Bürgerinteressen werden nicht ausreichend berücksichtigt,

Gesetze werden nicht konsequent umgesetzt,

Transparenz und Kontrolle fehlen.

 

Folge: Bürger organisieren sich als demokratisches Korrektiv

Worum es geht: Zentrale Anforderungen

Sicherheit & Vorsorge stärken,

Erkenntnisse ernst nehmen, klare Maßstäbe für Risiken,

Recht konsequent anwenden und Verantwortung eindeutig klären.

Ziel: Schutz von Bevölkerung, Region und Zukunft

 

Rolle der Medien: Warum Öffentlichkeit entscheidend ist

Stellen Transparenz her, üben kritische Kontrolle aus. Machen Bürgeranliegen sichtbar

Und ermöglichen fundierte Meinungsbildung.

Wirkung: Erhöhen den öffentlichen Druck für verantwortliches Handeln

 

Politische Wirkung: Warum die Umsetzung von Schutzgesetzen entscheidend ist,

wenn Schutzgesetze nicht konsequent umgesetzt werden,

entstehen nicht nur Risiken für den Lebensraum,

 sondern auch für das Vertrauen in Staat und Demokratie.

 

Diese Entwicklung prägt zunehmend die politische Landschaft.

„Was Risiken birgt, braucht Aufmerksamkeit –

was Recht ist, muss auch umgesetzt werden.“

Regierungen müssen beweisen, dass sie Probleme lösen können.

Den Kopf in den Sand stecken hilft nicht

Sich zurückzuziehen, Probleme auszublenden oder nur über „die da oben“ zu schimpfen, verändert nichts. Auch Unmut allein ist noch keine Lösung. Demokratie lebt davon, dass Bürger hinschauen, nachfragen, widersprechen und sich mit sachlichen Argumenten einbringen.

Wer Veränderungen erwartet, sollte deshalb nicht nur protestieren, sondern Verantwortung einfordern und selbst Verantwortung übernehmen. Gerade bei Fragen unserer Sicherheit und Zukunft braucht es Ausdauer, Beteiligung und den Mut, unbequeme Themen immer wieder auf die Tagesordnung zu bringen.

Wegsehen überlässt anderen die Entscheidung – Mitwirkung kann etwas bewegen.

Bürgerbeteiligung – erwünscht, solange sie keine Konsequenzen verlangt?

Seit Jahrzehnten weisen engagierte Bürger auf bekannte Gefahren für ihre Lebensräume hin. Wissenschaftliche Untersuchungen, praktische Erfahrungen und rechtlich begründete Fragen bilden die Grundlage ihrer Eingaben an Politik und Behörden.

Doch was geschieht, wenn diese Hinweise wiederholt vorgetragen werden, ohne dass erkennbar wird, welche Konsequenzen daraus folgen?

Bürgerbeteiligung darf nicht bei der Entgegennahme von Schreiben enden. Sie muss auch eine nachvollziehbare Auseinandersetzung mit den vorgetragenen Sachargumenten ermöglichen.

Niemand kann verlangen, dass jede Forderung übernommen wird. Wohl aber darf erwartet werden, dass Fragen zur Sicherheit von Menschen, Eigentum und Infrastruktur sachlich geprüft und begründet beantwortet werden.

Besonders bedenklich wäre es, wenn langjähriges Bürgerengagement nicht mehr nach seinem sachlichen Gehalt, sondern nach der Beharrlichkeit seiner Vertreter beurteilt würde.

Denn bekannte Gefahren verschwinden nicht dadurch, dass man unbequeme Fragen unbeantwortet lässt.

Wo notwendige Vorsorge ausbleibt, können die Folgen weit über einzelne Bürgerinitiativen hinausreichen. Sie betreffen das Vertrauen in staatliche Institutionen und möglicherweise die Sicherheit ganzer Lebensräume.

Nicht die Beharrlichkeit engagierter Bürger sollte zur Diskussion stehen, sondern die Frage, ob unsere demokratischen Institutionen ausreichend aufgestellt sind, um aus bekannten Gefahren rechtzeitig wirksame Vorsorge abzuleiten.

Fragestellung:

Wenn die Verantwortlichen unsere Sicherheitsforderungen nicht für erforderlich halten, auf welche überprüfbaren Erkenntnisse und bestehenden Schutzmaßnahmen stützen sie dann ihre Entscheidung?

Selbstdarstellung 2017 – damals formuliert, heute aktueller denn je

Diese Selbstdarstellung aus dem Jahr 2017 zeigt, welche Ziele unsere Initiative bereits damals verfolgte: Schutz der Menschen und ihres Lebensraumes, Hochwasser- und Infrastruktursicherheit sowie Vorsorge für die besonderen Risiken der bergbaubeeinflussten Regionen am Niederrhein. Ausgangspunkt waren die Erfahrungen früherer Rheinhochwässer und die Erkenntnis, dass Hochwasserschutz nicht an kommunalen Grenzen enden darf.

Heute hat sich der Themenkreis erheblich erweitert. Klimawandel und Extremwetter, dauerhafte Bergbaufolgen und Geländesenkungen, Grundwasserregulierung, Deichsicherheit, Schutz kritischer Infrastrukturen, Notstrom und technische Redundanz sowie die gesetzliche Verankerung der Klimaanpassung stellen viele der bereits 2017 aufgeworfenen Fragen in einen neuen Zusammenhang. Die damalige Forderung nach überregionaler Verantwortung, Vorsorge und Schadensverhinderung erhält damit zusätzliche Bedeutung.

Bereits 2017 lautete unser Grundgedanke, dass eine Katastrophe mit weitreichenden Folgen für Menschen, Umwelt und Volkswirtschaft verhindert werden muss und hierfür Politik, Verwaltung und Gesellschaft vorausschauend handeln müssen. Aus der damaligen Hochwasserschutzinitiative ist deshalb zunehmend eine umfassendere Frage der Lebensraumsicherung geworden: Wie gewährleisten wir Sicherheit dort, wo natürliche Risiken, Klimaveränderungen und dauerhafte menschliche Eingriffe zusammentreffen?

Die Selbstdarstellung von 2017 zeigt: Viele Fragen sind nicht neu – neu ist jedoch die Dringlichkeit, sie endlich zusammenhängend zu beantworten.
Link: Selbstdarstellung

Wissen schafft Bewusstsein – und Wissen kann schützen.

Wer Gefahren kennt, kann rechtzeitig Vorsorge treffen.

Unser Sachbuch „Rheinische Reflexionen“ vermittelt mit zahlreichen Karten, Erläuterungen und Hintergrundinformationen ein umfassenderes Verständnis der Risiken und Zusammenhänge, die unseren Lebensraum betreffen.

Denn Wissen ist mehr als Information – es kann helfen, Leben, Heimat und Eigentum zu schützen.

 

Wegbereiter und Mitstreiter für einen sicheren Lebensraum

Die Erfahrungen und das Fachwissen engagierter Persönlichkeiten waren und sind für unsere Bürgerinitiativen von besonderem Wert. Mit ihrer Kompetenz, Weitsicht und persönlichen Unterstützung haben sie dazu beigetragen, Risiken frühzeitig zu erkennen, Zusammenhänge verständlich zu machen und unsere Forderungen nach wirksamer Vorsorge fachlich zu stärken.

Prof. Dr. Mojib Latif – Klimaforscher und Unterstützer der Bürgerinitiativen

Als renommierter Klimaforscher warnte Prof. Dr. Mojib Latif frühzeitig vor den Folgen der Erderwärmung, des Meeresspiegelanstiegs und zunehmender Extremereignisse. Von 2001 bis 2005 unterstützte er die Bürgerinitiativen BIB, SGB und HWS bei ihren Einwendungen gegen den geplanten Weiterbetrieb des Bergwerks Walsum unter dem Rhein und seinen Auen. Seine wissenschaftliche Kompetenz stärkte unsere Forderungen nach mehr Vorsorge zum Schutz der Menschen, ihrer Lebensräume und der Infrastruktur in bergbaubetroffenen Risikogebieten.

Klimawandel – seit über 20 Jahren gewarnt. Wann wird endlich gehandelt?

Bereits vor mehr als 20 Jahren mahnte Prof. Dr. Mojib Latif eindringlich vor den Folgen der Erderwärmung. Die Risikostudie von 2004 verdeutlichte die besondere Gefährdung bergbaubetroffener Lebensräume am Niederrhein. Heute stehen Prognosen einer globalen Erwärmung von bis zu 2,8 °C bis 2100 im Raum.

Was damals Warnung war, muss heute Verpflichtung zum Handeln sein! Das KIAnG NRW muss gerade für dauerhaft bergbaubedingt veränderte Risikogebiete konkrete, verbindliche und finanzierbare Vorsorgemaßnahmen vorsehen.

Denn Klimaanpassung darf nicht bei guten Absichten stehen bleiben – sie muss Menschen, Eigentum und Lebensräume tatsächlich schützen.

Hubert von Grabczewski

Vorstandsmitglied des VWHG – Wegbegleiter und Unterstützer unserer Bürgerinitiativen

Hubert von Grabczewski war ein wichtiger Mitstreiter für die Sicherheit bergbaubetroffener Lebensräume. Seit 2004 verband die Bürgerinitiativen VWHG im rheinischen Braunkohlerevier und HWS am Niederrhein eine enge Zusammenarbeit.

Gemeinsame Anliegen waren die Folgen von Bergsenkungen, großflächiger Grundwasserabsenkung und späterem Grundwasserwiederanstieg sowie die langfristigen Risiken für Bewohner, Eigentum und Infrastruktur. Dazu gehörten auch u.a. Strategiegespräche mit dem RWE-Vorstand 2007/2008, mit der Zielrichtung „Wasserweg Rhein/Schelde und Füllung der Tagebaue mit Rheinwasser„.

Sein Sachverstand und sein persönliches Engagement stärkten unsere gemeinsamen Bemühungen um eine vorausschauende Lebensraumsicherung.

Seit etwa 2010 konnte er sich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr aktiv einbringen. Ich vermisse ihn als geschätzten Wegbegleiter und engagierten Mitstreiter.

 

Hubert beim gemeinsamen Gespräch beim RWE-Vorstand

Tjerk Miedema

Ehemaliger Shell-Manager – Fachkundiger Wegbegleiter und Unterstützer unserer Bürgerinitiative

Als ehemaliger Shell-Manager war Tjerk Miedema für die weltweite Zuverlässigkeit von Rohstoffgewinnungsanlagen verantwortlich. Seine langjährige internationale Berufserfahrung und sein technischer Sachverstand machten ihn zu einem besonders wertvollen Experten unserer Gemeinschaft.

Seit den 2000er-Jahren unterstützt er unsere Bürgerinitiativen bei der Beurteilung bergbaubedingter Risiken, technischer Sicherheitsanforderungen und der Frage nach klaren Verantwortlichkeiten und verbindlichen Regeln.

Seine Fachkompetenz und sein persönliches Engagement sind ein wichtiger Beitrag zu unserem gemeinsamen Anliegen: Der dauerhaften Sicherheit und Bewohnbarkeit bergbaubetroffener Lebensräume.

Tjerk bei einer Familienfeier in Birten

Hermann Janßen, Xanten-Birten

Ein Wegbereiter meines Bürgerengagements am Niederrhein

Mit unserem Umzug von Moers nach Xanten-Birten begann für meine Frau und mich ein neuer Lebensabschnitt. Eine der ersten Begegnungen war die mit Hermann Janßen, dem damaligen CDU-Ortsvorsitzenden in Birten.

Als engagierter Kommunalpolitiker und Kenner der örtlichen Verhältnisse machte er mich auf die Auseinandersetzungen um den geplanten „Rheinfernen Deich“ aufmerksam. Die Bürger in Birten und Ginderich setzten sich damals für eine rheinnahe Deichführung ein.

Besonders beschäftigte mich dabei der geplante Steinsalzabbau unter dem künftig deichgeschützten Gebiet. Aufgrund meiner beruflichen Erfahrungen im Steinkohlenbergbau erkannte ich die möglichen Folgen: Bergsenkungen, dauerhafte Grundwasserabsenkungen und zusätzliche Hochwasserrisiken für einen ohnehin gefährdeten Lebensraum.

Aus den Gesprächen mit Hermann Janßen entwickelte sich mein Interesse an den besonderen Sicherheitsproblemen des linken Niederrheins. Sie wurden zum Ausgangspunkt meines bis heute andauernden Bürgerengagements für den Schutz bergbaubetroffener Lebensräume.

Hermann Janßen war ein tatkräftiger, bürgernaher Kommunalpolitiker. Seine Anregungen haben meinen weiteren Lebensweg entscheidend mitgeprägt. Dafür bleibt ihm meine dankbare Erinnerung.